Überwinde Deinen Schweinehund!

white and gray bird on the bag of brown and black pig swimming on the beach during daytime

Kurz gesagt: Das bist du nur selbst, also keine Angst!

Genauer gesagt: Der Schweinehund existiert nur in Deinem Kopf und versucht dich vor Wachstum und Veränderung zu „schützen“. Doch wieso müssen wir uns vor Veränderung und Wachstum schützen, wo wir doch so oft genau das erreichen wollen?

Der menschliche Organismus ist grundlegend faul und ängstlich. Klingt erst mal wie eine Beleidigung, doch lass mich erklären was ich meine.

MAls Menschen sind wir sehr nach Effizienz bestrebt, heißt, wir wollen jede Anstrengung mit so wenig Aufwand wie möglich erledigen. Zum Beispiel die „Anstrengung“ den Abend zu verbringen, braucht auf der Couch oder im Bett einfach weniger Aufwand als im Training. So viel erst mal dazu. Mit der Angst verhält es sich ganz ähnlich: Kennen wir etwas nicht, haben wir oft unterbewusst große Angst davor den Schritt zu gehen – und das ist völlig natürlich. Evolutionär hat es nur Sinn gemacht sich ganz genau zu überlegen, ob man neues Terrain erschließen will oder nicht – es könnte eine tödliche Gefahr dort lauern. Oder man könnte von der Erdscheibe fallen! Allerdings hat uns die Evolution auch gezeigt, dass wir nahezu alles schaffen können, wenn wir uns ein Herz fassen und unbeschrittene Wege gehen. Ohne diesen Mut und diese Courage wären wir wahrscheinlich immer noch in Höhlen und ohne jegliche moderne Zivilisation.

Doch zurück in die heutige Zeit. Was hat die Angst vor Neuem und unsere „angeborene Faulheit“ mit dem Schweinehund zu tun?

Einen großen Teil trägt die Veränderung dazu bei. Die meisten Menschen hassen Veränderung und doch sehnen sie sich nach ihr. Dieser innere Konflikt führt zu Neujahrsvorsätzen, ungenutzten Heimtrainern und etlichen versuchen endlich mit dem Rauchen aufzuhören. Doch der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Und das aus gutem Grund. Routiniertes Verhalten entlastet das Gehirn und schafft Ressourcen für anspruchsvollere Aufgaben. 

Dennoch ist das streben nach Wachstum ein tiefes inneres Bedürfnis. Wir sehnen uns also nach Veränderung, fürchten uns aber davor, dass sich unser Leben wirklich ändern könnte sobald wir aus der Routine ausbrechen. 

Welche Möglichkeiten hast Du nun also deinem inneren Schweinehund den Kampf anzusagen?

Und auch hier heißt der Schlüssel: Routine.

Versuche Dir eine Morgenroutine zu schaffen, die dich und deinen Geist fordert und aktiv werden lässt – also möglichst keine Hirntote Social Media Session bei einem Kaffee in der Küche… 

Auch hilft es, Struktur in seinen Alltag zu bringen, mit sich selbst Termine auszumachen und sich daran zu gewöhnen diese als gesetzt zu betrachten – ohne Möglichkeit diese Termine abzusagen! Mache die Aufgaben, die du erledigen willst um die ersehnte Veränderung herbeizuführen zu Deiner obersten Priorität, sei selbst Dein wichtigster Termin des Tages. 

Versuche auch, dem inneren Drang des prokrastinierens zu entgehen, indem du es Dir so leicht machst wie möglich den Termin mit dir einzuhalten – nimm die Sportsachen zum Beispiel mit zur Arbeit oder geh mit Laufsachen schlafen, wenn du dir vornimmst morgens zu joggen… klingt absurd, hat mir aber tatsächlich geholfen!

Und so hart es am Anfang sein mag, Rückschläge gehören beim Aufbau von Gewohnheiten und Routinen dazu. Wir sind alle Menschen, keine Roboter, die man in ein paar Stunden umprogrammiert und die dann völlig anders funktionieren. Suche Dir zu Beginn Dinge, von denen Du der Meinung bist, dass sie leicht umzusetzen sind. Und lasse dich von Rückschlägen nicht entmutigen! Es gehört dazu es an einem Tag vielleicht mal nicht zu schaffen was mach unbedingt verändern wollte. Wie gesagt, Du bist ein Mensch, kein Roboter. Dann heißt es: neuer Tag, neuer Versuch!

Zusammenfassend möchte ich es mit den Worten eines meiner ersten Jugendtrainer im Handball sagen, der mich immer zu Höchstleistung versucht hat zu motivieren:

„Wenn Dein A***** die Couch einmal berührt hat, hast Du verloren – also setz dich da erst hin, wenn du alles geschafft hast was Du tun wolltest!“

Wenn Du mehr über das Überwinden des Schweinehundes wissen möchtest, eventuell Starthilfe benötigst oder einfach noch einen Denkanstoß zum Thema, schreib mir gern: till@deinoutdoorcoach.de

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